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Hospitality: Eine Branche der Unternehmer

Hast du jemals davon geträumt, dein eigenes Unternehmen zu führen? Dann ist der Bereich Hospitality vielleicht genau das Richtige für dich.

Hast du jemals davon geträumt, dein eigenes Unternehmen zu führen? Dann ist der Bereich Hospitality vielleicht genau das Richtige für dich.

Die Branche besteht aus einem Flickwerk an Hotels, Restaurants und Resorts, die grösstenteils von Einzelpersonen oder Familien oder vielleicht einer kleinen Gruppe von Investoren betrieben werden.

So wurde McDonalds, die grösste Restaurantkette der Welt, von Ray Kroc, einem Milchshake-Maschinenverkäufer, entwickelt. Während die McDonalds-Brüder das erste Drive-in-Restaurant auf den Markt brachten, war es Kroc, der, nachdem er die langen Warteschlangen in der Niederlassung der Brüder beobachtet hatte, dessen Potenzial erkannte. Er hat den Anstoss gegeben, das Format durch das Anbieten von Franchises zu einem riesigen weltweiten Netzwerk zu entwickeln. Tatsächlich waren seine ersten Franchisenehmer seine Golfpartner.

Das Gastgewerbe bzw. die Hospitality Branche eignet sich besonders für das Unternehmertum. Jede Immobilie, ob Restaurant oder Hotel, hat ihre eigenen spezifischen Marktmerkmale, die durch ihre Lage und die angebotenen Dienstleistungen bestimmt werden. Das Verständnis des lokalen Marktes ist der Schlüssel zum Erfolg und erfordert unternehmerisches Denken, um erfolgreich zu sein.


Hoteliers müssen Allrounder und hartnäckig sein!

Diejenigen, die ihr eigenes Unternehmen gegründet haben, müssen "Alleskönner" sein. Sie müssen eine Vielzahl von Aufgaben meistern und diese erfolgreich bewältigen können. Neben den grundlegenden gastronomischen Fähigkeiten wie der Zubereitung und Ausgabe von Speisen und Getränken und der Verwaltung von Hotelunterkünften müssen Hoteliers beispielsweise etwas über Architektur, Bauwesen, rechtliche und regulatorische Aspekte, IT, Marketing, Social Media, Personalmanagement, Buchhaltung, Finanzen, Statistiken und Revenue Management verstehen - die Liste geht weiter und weiter.... Aber vor allem müssen Unternehmer im Gastgewerbe und der Hospitality eine verbissene Entschlossenheit und Ausdauer haben. Ein Unternehmer muss auch bereit sein, Misserfolge als Lernerfahrung zu akzeptieren. Der Weg zum Unternehmenserfolg verläuft selten geradlinig.

Die grossen Ketten verdanken ihre Existenz Unternehmern

Man mag meinen, dass die Hotellerie heutzutage von den grossen Ketten wie Marriott Hilton und AccorHotels dominiert wird, dass es keinen Platz mehr für den Unternehmergeist gibt. Es sei darauf hingewiesen, dass die Ursprünge dieser grossen Hotelgesellschaften auf Unternehmer zurückzuführen sind. Zum Beispiel war das ursprüngliche Marriott-Geschäft ein Stand, der Rootbeer (ein amerikanisches Erfrischungsgetränk) in der Innenstadt von Washington DC verkaufte. J.Willard Marriott und seine Frau Alice Sheets Marriott eröffneten 1927 ihren neunstöckigen Root-Bierstand, aus dem später die Hot Shoppes-Restaurantkette entstand, die sich zum heutigen Marriott International Hotelunternehmen entwickelte, dem grössten Hotelunternehmen der Welt. In den nächsten 85 Jahren (bis 2012) wurde Marriott von J Willard und seinem Sohn Bill Marriott geleitet, obwohl Hot Shoppes 1953 an die Börse gebracht wurde.

Conrad Hilton ist für die Hotels ein Risiko eingegangen

Conrad Hilton, der Gründer der gleichnamigen Kette, kam fast zufällig in die Hotellerie. 1919 war er auf dem Weg, eine Bank in Cisco, Texas, zu kaufen, kaufte aber stattdessen ein lokales Hotel, das Mobley. Was brachte ihn auf die Idee, die Immobilie zu kaufen? In Cisco angekommen, übernachtete der 31-jährige Hilton im eher funktionsarmen Mobley Hotel. Der Jungunternehmer bemerkte sofort die Schlange der Leute, die sich anstellten und hofften, ein Zimmer zu bekommen. Aber es gab keine freien Zimmer mehr und der Besitzer war es so leid, das Grundstück zu verwalten und wollte auch nicht expandieren. So mussten die Kunden abgewiesen werden, die dann in anderen Hotels übernachten mussten. Der Besitzer wollte sich einfach nur noch zurückziehen, also war er froh, das Hotel zu einem attraktiven Preis an Hilton übergeben zu können. Harte Arbeit und Entschlossenheit sind entscheidend, aber der unternehmerische Erfolg hängt auch davon ab, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. 

Die Gründer von Accor lehnten den Konsens ab

Paul Debrule und George Pélisson wagten es, dem Konsens der französischen Hotellerie zu widersprechen, als sie 1967 die erste Liegenschaft der Kette auf einem Rübenfeld vor der nordfranzösischen Stadt Lille eröffneten, ein Novotel mit 62 Zimmern. Dieses Hotel hat sich in mehrfacher Hinsicht der Konvention widersetzt. Erstens wurde es ausserhalb des Stadtzentrums gebaut, wo das Land billig war. Zweitens verzichteten sie auf die Fallen des Luxus und zogen es vor, Geschäftsreisenden eine preiswerte Unterkunft anzubieten. Und drittens entsprach das Gebäude nicht den Standards des französischen Tourismusministeriums. Die Kette entwickelte sich in der Folge zur grössten Hotelgruppe Europas und belegt nach der Zimmerzahl laut dem Hotels Magazin den 6. Platz in der Welt.

Es gibt immer Platz für neue Spieler

Die Gesellschaft entwickelt sich ständig weiter und damit auch die Branche der Hospitality. Neue Konzepte der Gastronomie und Hotellerie können in kürzester Zeit Märkte übernehmen und stören. So werden Sie gerade Zeuge des Aufstiegs von Airbnb, das in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen feiert und im Jahr 2018 weit über 100 Millionen Ankünfte in seinen angeschlossenen Immobilien buchen wird. Die Multi-Milliarden-Dollar-Firma wurde von zwei Absolventen einer Designschule, Brian Chesky und Joe Gebbia, gegründet, die nur verzweifelt die monatliche Miete zahlen wollten.